Sie haben etwas GEFUNDEN

Auszug aus dem
Zivilgesetzbuch (Artikel 927 - 931)

Art. 927 (Gefundene Sachen)

Wer eine bewegliche Sache findet, hat sie dem Eigentümer zurückzugeben und muss sie, wenn er diesen nicht kennt, unverzüglich dem Bürgermeister des Ortes, an dem er sie gefunden hat, übergeben und die Umstände der Auffindung angeben (647 StGB.).

Art. 928 (Veröffentlichung des Fundes)

Der Bürgermeister macht die Übergabe durch Veröffentlichung an der Amtstafel der Gemeinde bekannt; diese hat an zwei aufeinander folgenden Sonntagen zu erfolgen und muss jedes mal drei Tage lang angeschlagen bleiben.

Art. 929 (Erwerb des Eigentums an der gefundenen Sache)

Ist ein Jahr ab dem letzten Tag der Veröffentlichung verstrichen, ohne dass sich der Eigentümer meldet, gehört die Sache oder, falls die Umstände den Verkauf erfordert haben, ihr Erlös demjenigen, der sie gefunden hat.
Sowohl der Eigentümer als auch der Finder, der die Sache wieder an sich nimmt oder den Erlös erhält, haben die aufgelaufenen Kosten zu bezahlen.

Art. 930 (Geschuldeter Finderlohn)

Der Eigentümer hat dem Finder, wenn er es verlangt, als Lohn ein Zehntel des Wertes oder des Erlöses der gefundenen Sache zu bezahlen.
Übersteigt dieser Wert oder Erlös zehntausend Lire (5,17€), beträgt der Lohn für den Mehrbetrag nur ein Zwanzigstel.
Hat die Sache keinen Handelswert, wird das Ausmaß des Lohnes vom Gericht seiner sorgfältigen Wertung gemäß festgelegt.

Art. 931 (Gleichstellung des Besitzers oder Inhabers mit dem Eigentümer)

Für die Wirkungen der in den Artikeln 927 und folgende enthaltenen Bestimmungen sind je nach Umständen der Besitzer und der Inhaber dem Eigentümer gleichgestellt.